Lässt sich eine Film-/Video-/Fotokamera zum Messen der Beleuchtungsstärke (Lux) verwenden?

Besser geht es mit dem Handbelichtungsmesser

Blendenskala

Soweit die Kamera die Belichtungsdaten anzeigt, ist das prinzipiell möglich. Allerdings messen die meisten Kameras nicht das einfallende, sondern das vom Motiv reflektierte Licht, was zu erheblichen Messfehlern führen kann.

Mit einen für die Lichtmessung geeigneten Handbelichtungsmesser geht es dagegen mit deutlich höherer Genauigkeit. Einige (Digital-)Belichtungsmesser können schon von Hause aus die jeweilige Beleuchtungsstärke anzeigen. Soweit das Ihnen zur Verfügung stehende Gerät diese Funktion nicht besitzt, können Sie aus der nachfolgenden Tabelle Näherungswerte ablesen.

Die Tabelle geht von einer Belichtungszeit von 1/50 Sekunde (= 25 Bilder/Sekunde = 180° Hellsektor) aus. Alle Angaben in Lux (lx).

ISO | Blende: 1.0 1.4 2.0 2.8 4.0 5.6 8.0 11 16
25/15° 538 1076 2152 4304 8608 17216 34432 68864 134500
50/18° 269 538 1076 2152 4304 8608 17216 34432 68864
100/21° 135 269 538 1076 2152 4304 8608 17216 34432
200/24° 68 135 269 538 1076 2152 4304 8608 17216
400/27° 34 68 135 269 538 1076 2152 4304 8608
800/30° 17 34 68 135 269 538 1076 2152 4304
1600/33° 9 17 34 68 135 269 538 1076 2152
Anzeige

2 Kommentare zu Lässt sich eine Film-/Video-/Fotokamera zum Messen der Beleuchtungsstärke (Lux) verwenden?

  1. Hallo Herr Neudeck,
    ein „Lux-Werte-Bereich“ ließe sich einem Lichtwert zuordnen.
    Damit würde der Zusammenhang deutlicher!?
    Umgekehrt suggerieren die (gerechneten) Werte eine Genauigkeit,
    die m.E. nicht existiert. Es gelten die ersten zwei Stellen? (nur vermutet!).
    Grüße von Gast

  2. Hallo,
    besten Dank für das Interesse an meiner Seite und Ihr Feedback.

    Sie haben völlig recht, die Genauigkeit, die die Tabelle suggeriert, ist selbst bei einem hochwertigen Handbelichtungsmesser nicht gegeben. Dazu ist selbst eine in Zehntel unterteilte Blendenskala viel zu grob und letztendlich müsste auch die vom Belichtungsmesserhersteller individuell gewählte Kalibrierungskonstante (vergl. http://www.filmtechnik-online.de/filmtechnik/lux.htm) Berücksichtigung finden. Von daher kann eine solche Tabelle nicht mehr als eine überschlägige Schätzung sein.

    Im Rahmen meiner Vorträge und Seminare habe ich festgestellt, dass selbst ausgebildete Mediengestalter Bild/Ton mit einem fotografischen Lichtwert (LW / EV) nicht viel anfangen können. Vielleicht wird das heute noch im Rahmen der Fotografenausbildung in Zusammenhang mit Mittelformat-Geräten von Hasselblad oder PhaseOne gelehrt, dem durchschnittlichen Amateur- und Profikameramann ist die Arbeit mit Lichtwerten nicht geläufig. Von daher habe ich ganz bewusst auf die – eigentlich umständlichere – Gegenüberstellung von Zeit/Blendenkombinationen gesetzt.

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*