Unfälle vermeiden: Wie stark darf ein Kabel belastet werden?

Faustformel für Kabellängen bis zu 50 Metern:
Pro Kilowatt Anschlussleistung wächst die Stromstärke um etwa 5 Amperé.

Die Belastbarkeit eines elektrischen Anschluss- oder Verlängerungskabels ist in erster Linie vom verwendeten Leiterquerschnitt, der Netzspannung und der Kabellänge abhängig.

Die nachstehende Tabelle gilt für Kabellängen bis etwa 50 Meter. Berücksichtigt wurde ein maximaler Spannungsabfall von 3% unter Last (gemäß DIN VDE 0100 Teil 520 Abs. 525 bzw. DIN 18015-1 Abschnitt 4.3.1). Bei längeren Zuleitungswegen oder höherer Last sollte ein Kabel mit dem nächstgrößeren Leitungsquerschnitt Verwendung finden.

Die in der Tabelle angegebenen Maximalwerte gelten für einphasige, flexible Kabelverbindungen. Bei mehrphasigen Verbindungsleitungen (beispielsweise 32 A CEE) liegt die Gesamtleistung um den Faktor drei höher, wobei jedoch auf eine gleichmäßige Auslastung der Phasen zu achten ist.

Maximale Anschlussleistung für flexible, einphasige Kabel (Spannung: 230 V)
Innenleiterquerschnitt (mm2) 1,5 2,5 4 6 10 16 25
Max. Stromstärke (A) 16 21 27 35 48 65 88
Max. Leistung (W) bei 50m Kabellänge 3.200 4.200 5.400 7.000 9.600 12.600 16.000
Erforderliche Absicherung (A) 16 20 25 35 50 63 80

Bei den im Film- und Fernsehbereich eingesetzten Kabeln handelt es sich schwerpunktmäßig um vorkonfektionierte Längen mit Schuko- oder CEE-Anschlüssen. Vorausgesetzt, die Anschlussdose besitzt eine eigene Sicherung, gelten für Kabellängen bis 50 m folgende Richtwerte:

Maximale Anschlussleistung verschiedener Verlängerungskabel
Stecker Max. Stromstärke
je Phase
Max. Leistung
je Phase bei 230 V
Max. Leistung
bei 230 V
Schuko 16 A 3.200 W 3.200 W
CEE 16 A einphasig (blau) 16 A 3.200 W 3.200 W
CEE 16 A dreiphasig (rot) 16 A 3.200 W 9.600 W
CEE 32 A dreiphasig 32 A 6.400 W 19.200 W
CEE 63 A dreiphasig 63 A 12.600 W 37.800 W
CEE 125 A dreiphasig 125 A 25.000 W 75.000 W

 

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